Mit Farbe experimentieren: Färbe weiße Blumen

Unser Versuch hat nicht direkt mit Malen zu tun, zeigt aber was man mit Farbe so alles anstellen kann. Und einen kleinen Ausflug in die Biologie gibt es gleich noch dazu.

Das folgende Experiment kennen wir Erwachsenen wahrscheinlich alle schon aus unserer Kindheit. Und genauso wie es uns fasziniert hat, wird es auch deine Kinder beeindrucken. Erkläre ihnen zunächst, dass Pflanzen deshalb wachsen und blühen, weil sie ein Kapillar- und Kreislaufsystem haben, das es ihnen ermöglicht, Wasser und Nährstoffe aufzusaugen. Schwer vorzustellen? Hier kommt unser Versuch mit Farbe ins Spiel:

Blumen färben
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Spannend: Eine Blume hat Adern

Du brauchst eine Blume mit weißer Blüte – vielleicht wächst gerade eine Nelke, eine Rose oder Tulpe in deinem Garten? Nun Wasser in ein Glas füllen, und farbige Tinte oder Lebensmittelfarbe (je dunkler desto besser) dazugeben. Die Blume hineinstellen und abwarten. Nach einigen Stunden werden deine Kinder die Adern des Stängels und der Blütenblätter erkennen können. Durch die fließt nämlich jetzt farbiges Wasser. Die weiße Blüte wird sich nun auch zunehmend dunkel färben. Du hast noch Lebensmittelfarbe oder Tinte in einem anderen Farbton zuhause?

Aus weiß wird bunt!

Dann gibt es noch eine Steigerung unseres Experiments. Schneide den unteren Teil des Stängels vorsichtig der Länge nach durch und stelle die Enden jeweils in ein Glas mit unterschiedlich gefärbtem Wasser. Spannend? Spannend! Und eine eigenartig schön gefärbte Blüte hat man am Ende auch. Übrigens: Auch mit einem Stück Küchenpapier kann man Kindern die Saugwirkung gut erklären. Und das funktioniert dann auch ohne weiße Blume und Tinte, solltest du beides gerade nicht zuhause haben. Lass deine Kinder einfach etwas Wassermalfarbe auf das Küchenpapier tropfen, und zusehen wie die Äderchen des Papiers es aufsaugen.