Feuer, Wasser, Erde, Luft: Kinder und Elemente

Wie sieht Wasser aus? Hat Luft eine Farbe? Ist Feuer wirklich gelb? Fühlt sich Erde immer weich an?

Diese Aktion wird eine Erfahrung für die Sinne. Denn Feuer, Wasser, Erde, Luft – all das ist ganz selbstverständlich im Alltag unserer Kinder. Aber richtig wahrgenommen haben sie alle vier Elemente wohl noch nicht. Vielleicht braucht jedes Element einen eigenen Nachmittag, lass das am besten auf dich zukommen, und mache es von der Aufmerksamkeit deiner Kinder abhängig. Beginnen wir mit Feuer: Selbstverständlich muss du als Erwachsener hier immer dabei sein, dein Kind darf unter keinen Umständen alleine experimentieren, lass dich nicht ablenken.

 

© Tanouchka - Fotolia.com
© Tanouchka – Fotolia.com

Feuer und Wasser: Gegensätzlicher geht’s nicht

Zünde eine Kerze an. Dein Kind darf vorsichtig die Hand über die Flamme halten. Erst weit weg, dann ein Stückchen näher. Es wird erst die leichte Wärme, dann die stärkere Hitze spüren. Vielleicht hast du auch einen Kamin, dann hat dein Kind schon mal größere Flammen gesehen, konnte das Holz knistern hören. Lass dir von deinem Kind erzählen, wo Feuer vorkommt. Und welche Farbe es hat. Wenn du gleich noch ein zweites Element ins Spiel bringen möchtest, dann nimm Wasser. Löscht zusammen ein brennendes Streichholz, indem ihr es unter fließendes Wasser haltet. Wasser kann man auch trinken, das weiß dein Kind sicher schon: Lass es aber nochmal Leitungswasser probieren. Zeige ihm Bilder von einem See oder Meer, bespreche wo sonst noch Wasser vorkommt, und wofür wir es brauchen und nutzen.

 

Beim Gestalten ist absolute Freiheit angesagt

Dann wird es Zeit, diese Elemente auf Papier zu bringen. Du kannst deinem Kind verschiedene Materialien zur Verfügung stellen, lass es aber selbst aussuchen wie es das Feuer- und Wasserbild gestaltet. Auf dem Tisch können Wasserfarben, Filz- und Holzmalstifte sowie Wachsmalkreiden bereit liegen. Auch Papierreste sind gut. Jetzt wird es spannend: Wie hat dein Kind Feuer wahrgenommen, wie Wasser? Vielleicht werden Wasser und Feuer auch zusammen auf ein Bild gebracht, das solltest du natürlich dem kleinen Künstler überlassen.

 

Luft kann man nicht greifen, aber spüren! Und Erde riecht herrlich!

Auch Luft und Erde müssen deine Kinder „erfahren“: Wo ist denn Luft überhaupt? Man kann sie nicht greifen, aber spüren: Zum Beispiel, wenn der Wind geht. Lass dein Kind die Augen schließen, und fächle ihm Luft zu, oder puste es an. Riecht Luft auch? Ist sie warm, oder kalt? Rausgehen, und ausprobieren! Erde passt hier natürlich gut als zweites Element, weil sie den Kontrast zeigt: Sie ist wunderbar greifbar. Im Kleinen lässt sich Erde natürlich auch schon in einem Blumentopf fühlen. Lass dein Kind spüren wie sie sich trocken, und nass anfühlt. Erinnere dein Kind an den letzten Spaziergang im Matsch. Noch anschaulicher wird´s im Wald: Die Erde auf dem Weg ist ganz anders, als die um die Bäume herum. Sie unterscheiden sich nicht nur in der Konsistenz, sondern auch in ihrer Farbe. Egal ob Balkon, Garten, oder Wald: Riechen müssen deine Kinder unbedingt noch an der Erde, der Duft ist einfach unverwechselbar. Und unverfälscht.

 

Die Galerie der Elemente

Und dann geht’s an die Bilder: Auch hier sollten deine Kinder wieder alle möglichen Materialien zur Verfügung haben, und ihr Bild ohne Vorgabe gestalten dürfen. Besonders interessant: Wenn zwei Geschwister das gleiche Element gestalten. Lass dir von deinen Kindern am Ende auch nochmal erzählen warum sie ihre Bilder so gemalt oder geklebt haben. Und dann? Unbedingt nebeneinander aufhängen!